Die rätselhafte Macht des Mondes

Dass der Mond einen großen Teil dazu beiträgt, dass das Meer kommt und geht und er durch seine Gezeitenwirkung den flüssigen Erdkern durch knetet, wusstest du vielleicht bereits. Das Magnetfeld, welches dadurch entsteht, schützt uns vor der Sonneneinstrahlung und dem Kosmos. Letztendlich stabilisiert der Mond die Erdachse.

Der Mond und sein Einfluss

Aber, dass es viele Anzeichen darauf gibt, welche darauf hinweisen, der Mond sei an deiner Stimmung und deiner körperlichen Befindlichkeit Schuld und sogar beteiligt an deinem Zyklus, ist dir vielleicht noch neu…

Traurigkeit, plötzliche Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, unreine Haut, Kopfschmerzen…es sieht wohl ganz danach aus, als ob nicht nur dein Hormonhaushalt oder ein nerviger Kollege daran beteiligt ist. Der Mond hat einen größeren Einfluss auf unseren Körper, als man vielleicht vermutet.

Genau, wie der Mond die Gezeiten beeinflusst, ist es meiner Meinung nach ja auch nur logisch, dass unser Körper, der zu mehr als 70% aus Wasser besteht, dabei nicht unbetroffen bleibt.

 

Neumond

zunehmender Mond

Vollmond

abnehmender Mond

Der Neumond

Als Neumond bezeichnet man die ganz schmale Mondsichel, die nach der abnehmenden Phase auftritt, kurz bevor der Mond wieder zunimmt, also von der Sonne wieder stärker bestrahlt wird. Mit dem Neumond beginnt ein neuer Zyklus der Mondphase und so könnte man es auch in unser Leben übersetzen. Ein Neuanfang, den Kleiderschrank oder gleich die Seele ausmisten, einen neuen Lebensabschnitt starten und ein ganz neues Projekt beginnen – Der Neumond unterstützt dich und deine Pläne dabei! Lass Altes hinter dir und öffne dein Herz für das Unbekannte…

Der zunehmende Mond

Die Phase des zunehmenden Mondes ist für mich die schönste Zeit des Mondzyklus. Die Motivation ist hoch, der Tatendrang steigt ins Unermessliche, man ist voller Energie und kann gar nicht genug vom Leben bekommen! Wenn du deine endlos lange to-do-Liste endlich abarbeiten kannst, vor Ideen gerade zu sprudelst, dann schau doch einmal nach, welche Mondphase gerade herrscht – die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß, dass die Sichel des Mondes gerade am Zunehmen ist. Oder du nutzt bewusst die aufstrebende Zeit und nimmst dir große Aufgaben genau für diese Zeit vor. Du wirst sehen – sie gehen viel leichter von der Hand. Und dann: sei stolz auf dich und mache dir abends doch einfach mal bewusst, was du über den Tag verteilt alles geschafft hast!

Der Vollmond

Du hast das sicher selbst schon das ein oder andere Mal erlebt: In regelmäßigen Abständen gibt es ein paar Nächte hintereinander, in welchen du nur schwer einschläfst und womöglich auch noch mit Albträume zu kämpfen hast. Dies lässt sich oft auf die Phase des Vollmondes zurück führen. Das Ergebnis am nächsten Tag ist Müdigkeit und Übellaunigkeit. Hört sich an, als könnten wir da nicht aus…stimmt! Aber wie du damit umgehst, bestimmt dann letztendlich deinen Tag. Du kannst dich deinem Schicksal ergeben und dir sagen, dass heute ein Mist-Tag ist, oder du machst dir bewusst, dass es mit deinem Schlafmangel einher geht und du die Wahl hast! Atme also tief durch, entscheide dich für Ruhe und Gelassenheit, nehme dir vielleicht an einem solchen Tag nicht die größten Projekte vor und tu dir etwas Gutes. Dann sieht die Welt gleich wieder ganz anders aus! Und an einem solchen Tag es einfach einmal langsam angehen zu lassen, darfst du dir ruhig auch einmal gönnen…

Der abnehmende Mond

Zur Ruhe kommen, Pläne schmieden, aufs Bauchgefühl vertrauen, nachdenklich sein – all das sind die typischen Merkmale, die du vielleicht beim abnehmenden Mond, also der Phase vom Vollmond zum Neumond – erleben kannst. Wer sowieso gerne auf sein Bauchgefühl hört kann seiner Intuition in dieser eher weniger intensiven Zeit noch mehr Vertrauen schenken, als ohnehin schon. Zurücklehnen, Nachspüren, Klarheit verschaffen und Reflektieren werden in der Zeit des abnehmenden Mondes begünstigt. Nimm dir Zeit und treffe in diesem Mondabschnitt Entscheidungen nur mit Bedacht! Nehme dir lieber einmal Zeit für dich, schreibe die Dinge auf, die dich beschäftigen, widme dich einem schönen Buch oder lasse dir ein heißes Bad ein. Me-Time ist angesagt!

Der Mond und Yoga

Im Yoga nimmt der Mond auch eine ganz besondere Rolle ein. Er steht für das Weibliche, Ruhige, Kühle. Der Mond wird also eindeutig dem Yin zugeordnet und der Sonne und dem Yang gegenüber gestellt.

In deiner Yoga Praxis sind alle Yin Haltungen und der “yinnische Part” immer eher der statische, langsame, abkühlendere Teil, der deine Sinne beruhigt und dich zum Beispiel gut auf ruhigen, tiefen Schlaf vorbereiten kann.

Alles in Allem gehört natürlich viel Vertrauen und Selbstreflexion dazu, die Eigenschaften des Mondeinflusses im Alltag und in deiner Yoga Praxis zu deinem Vorteil nutzen zu können...

Im Grunde beeinflusst die Gravitation des Mondes dich jedoch so oder so, egal ob du dem Ganzen Aufmerksamkeit schenkst, oder dich nicht darum kümmerst.

Für mich hat der Mond etwas Geheimnisvolles, Mystisches an sich. Er wacht über uns und erinnert uns jede Nacht daran, wie klein wir alle sind und dass wir nur gemeinsam Großes schaffen können...

Und wenn du das nächste Mal an den nächtlichen Himmel schaust und unseren wachsamen Freund am Firmament entdeckst - vielleicht fällt dir dann die ein oder andere Möglichkeit ein, den Einfluss und die Macht des Mondes für dich zu nutzen!

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